Film ab!

Film ab!

Kurzbeschreibung

Bei diesem Projekt geht es darum, mit vielen einzelnen Bildern oder Fotos einen Trickfilm zu erstellen.

Das menschliche Auge nimmt 24 Bilder pro Sekunde als bewegte Szene wahr. Für eine Sekunde Filmmaterial benötigt man also 24 einzelne Bilder.

Zutaten

  • Eine Fotokamera
  • Computer mit Lautsprechern und folgenden Programmen: Stop-Motion-Technik, Videoverarbeitung, Audioverarbeitung
  • Ein Mikrofon
  • Tonaufnahmegerät mit Kopfhörern
  • Papier und Stifte
  • Scheren und Kleber
  • Tesafilm (um ein Verrutschen der Elemente zu verhindern)
  • Kleine Gegenstände, die nicht gemalt werden sollen (optional)
  • USB-Sticks oder CDs/DVDs (um den Film am Ende mitnehmen zu können)

Kosten

Variieren je nach Komplexität des Projekts. Wenn man die Technik außen vorlässt, fallen nicht mehr als fünf Euro pro Person an.

Dauer

Variiert je nach Komplexität des Projekts und Alter/Erfahrenheit der Teilnehmenden.

Etwa zehn bis dreizehn Sitzungen à 90 Minuten solltet ihr einplanen.

Betreuungsaufwand

Betreuende Lehrer:innen und Tutoren sollten sich unbedingt  im Vorfeld mit der Kamera und den Verarbeitungsprogrammen vertraut machen.

Der Betreuungsaufwand für dieses Projekt ist über die komplette Dauer hinweg relativ hoch. Dies liegt vor allem daran, dass mit empfindlicher Technik gearbeitet wird.

Sonstige Besonderheiten

Hilfreich bis unbedingt notwendig ist eine einführende Erklär-Session, in der die Grundlagen der Kamerabedienung dargelegt werden. Wo schaltet man sie an und aus? Welcher Knopf ist der Auslöser? Wo darf ich die Kamera auf keinen Fall berühren? Was ist der Auto-Focus? Solche Fragen solltet ihr zu Beginn klären.

Darauf aufbauend solltet ihr gemeinsam erkunden, wie und wieso aus einzelnen Fotos am Ende bewegte Bilder werden. Wieso dürfen die einzelnen Elemente daher immer nur minimal verschoben bzw. bewegt werden?

Arbeitsaufteilung und Teamarbeit: In der Vorproduktion solltet ihr gemeinsam entscheiden, worum es in dem Film gehen soll. Einzelne Elemente können dann nach eigenem Belieben gemalt werden. Hier könnt ihr euch aufteilen. Einige können den Hintergrund malen, die anderen die beweglichen Objekte.

In der eigentlichen Produktion sollten alle in der Gruppe die Gelegenheit haben, alle Arbeitsschritte praktisch auszuprobieren. Jede:r sollte einmal die Kamera bedient haben und einmal die Objekte bewegt haben. So können alle das Grundverständnis aus der Einführungssitzung für sich vertiefen.

Die Postproduktion wird in erster Linie in der Hand der Betreuenden und jugendlichen oder erwachsenen Teilnehmer:innen liegen. Die gängigen Videoverarbeitungsprogramme sind sehr komplex. Für Kinder könnte die intergenerative Gruppenkonstellation allerdings die Gelegenheit bieten, hier spielerisch erste Elemente auch selbst kennenzulernen. Durchs Mitmachen lernen sie, ohne gleich die ganze Aufgabe selbst bewältigen zu müssen.

Der Siegener Computerclub hat einen Trickfilm zum Thema Freundschaft gedreht. Der war auch im Kinderkanal zu sehen.

Nützliche Links

Eine Anleitung zur Trickfilmgestaltung bieten das Kindernetz, und auch das Mediencamp. Hilfreiche Tipps gibt auch das Trickino Trickfilmstudio.